Lernblockaden

Prüfungsängste können eine Lernblockade darstellen. Im Wortsinn handelt es sich um Vorgänge, bei denen der Zugriff auf vorhandene Ressourcen blockiert ist. Wenn solche Lernblockaden vorliegen, führt Üben in der Regel zu einer Verschärfung des Problems, weil sozusagen in die Blockade hinein geübt wird mit dem Ergebnis, dass die Blockade verstärkt wird, indem trotz vielen Übens keine Verbesserungen erzielt werden können. Die nahe liegende Schlussfolgerung: Ich bin zu blöd! Indem Lernblockaden in Grundüberzeugungen umformuliert werden, werden sie generalisiert. D.h. ich gehe schon mit Hilfe der Grundüberzeugung mit der entsprechend negativen Erwartungshaltung in die Lernsituation hinein, die dann auch noch diese Erwartung bestätigt. Was wir unter dem Begriff der Lernblockaden deutlich erkennen können, dass sich hier verschiedene Grundüberzeugungen mit Ängsten mischen und so nahezu unbeeinflussbar werden. Erst wenn die Blockaden gelöst sind, wird Üben wieder sinnvoll. Deutlich ist auch, wie sehr eigene lebensgeschichtliche Erfahrungen bei diesen Störungen eine Rolle spielen.

s.hierzu auch den Film „Wenn Lernen zur Last wird" sowie den entsprechenden Aufsatz zu diesem Thema von Heinz-Günter Andersch-Sattler.

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